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Frühlingsgedichte für Kinder


Schöne Frühlingsgedichte für gross und klein

Klassische und moderne, bekannte und unbekannte Gedichte


Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte ... (Mörike)
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Frühlingsgedicht für Kinder

Auf! Kinder zum Tanze


Auf! Kinder zum Tanze,
Der Frühling bricht an;
Es blühen zum Kranze
Die Veilchen heran.
Die Vögel sind munter
Und singen ein Lied;
Das Fröschlein quakt munter
Und freut sich mit.
Wisst, Kinder, dass Veilchen
Nicht lange mehr blüh'n;
Sie duften ein Weilchen,
Dann sind sie dahin.

- Volkslied -




Rotkehlchen

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft,
wipp, wipp!
Hat sich ein Beerlein abgezupft,
knipp, knipp!
Lässt sich zum klaren Bach hernieder,
Tunkt's Schnäblein rein und hebt es wieder,
stipp, stipp, nipp, nipp!
Und schwingt sich wieder in den Flieder.

Es singt und piepst ganz allerliebst,
zipp, zipp, zipp, zipp, trill!
Sich eine Abendmelodie.
Steckt's Köpfchen dann ins Federkleid
Und schlummert bis zur Morgenzeit.

- Wilhelm Busch 1832-1908, deutscher humoristischer Dichter -




Zwei bekannte Frühlingsgedichte von Fallersleben

Schöner Frühling


Schöner Frühling, komm doch wieder,
Lieber Frühling komm doch bald.
Bring uns Blumen, Laub und Lieder
Schmücke wieder Feld und Wald.

Auf die Berge möcht ich fliegen,
Möchte seh'n ein grünes Tal,
möcht' in Gras und Blumen liegen
Und mich freun am Sonnenstrahl.

Möchte hören die Schalmeien
Und die Herden Glockenklang,
Möchte freuen mich im Freien,
An der Vögel süssem Sang.

- August Heinrich von Fallersleben 1798-1874 -



Frühlingslied

Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen.
Frühling, Frühling wird es nun bald.

Kuckuck, Kuckuck, lässt nicht sein Schrei'n:
Komm in die Felder, Wiesen und Wälder.
Frühling, Frühling, stelle dich ein.

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held.
Was du gesungen, ist dir gelungen.
Winter, Winter, räumet das Feld.

- August Heinrich von Fallersleben 1798-1874 -



Will eine Blume

Will eine Blume sich erneuen,
So muß sie ihre Frucht verstreuen;
Und will der Mensch in einem Herzen leben,
So muß er erst sein eignes Herz drum geben.

- August Heinrich von Fallersleben 1798-1874, deutscher Dichter
und Hochschullehrer für Germanistik -




Unbekanntes Frühlingsgedicht für Kinder

Die Sonne scheint


Die Sonne scheint, es ist soweit
dass die Natur erwacht.
Nun schwirrt es wieder in der Luft,
der Winter ist vollbracht.

Ein Fliegen, Krabbeln, überall,
auch ein leises Brummeln,
von haufenweise Kleingetier
und von dicken Hummeln.

Die schmeissen ihren Motor an
und düsen summend los... .
Der Frühling ist von Wundern voll -
so bunt, so schön, so gross.

- Annette Andersen 1953, deutsche Lyrikerin und Autorin von
Kindergeschichten - Frühlings Wunderwelt. -

Dieses Gedicht ist hier veröffentlicht mit Bewilligung von
Annette Andersen.





Zwei klassische Frühlingsgedichte für Kinder

Frühlingslied


Die Luft ist blau, das Tal ist grün,
Die kleinen Maienglocken blühn,
Und Schlüsselblumen drunter;
Der Wiesengrund
Ist schon so bunt,
Und malt sich täglich bunter.

Drum komme, wem der Mai gefällt,
Und schaue froh die schöne Welt
Und Gottes Vatergüte,
Die solche Pracht
Hervorgebracht,
Den Baum und seine Blüte.

- Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776, volkstümlicher Dichter-



April

Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt;
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fliesset wie ein Traum -
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.

- Theodor Storm 1817-1888, deutscher Schriftsteller, Lyriker -




Einige unbekannte kurze Frühlingsgedichte für Kinder

Kurt der Käfer


Kurt der Käfer hat sehr viel zu tun
Es summt und brummt
Und auf der Wiese gackert frech ein Huhn.

- © Monika Minder -



Im Frühling

Im Frühling summt der Wind
Das weiss doch jedes Kind
Das Gras wird grün
Die Blumen bunt
Und wenn dann noch das Bienchen brummt
Dann wird die Welt ganz kunterbunt.

- © Monika Minder -



Frühling kommt bald

Die Blätter werden langsam grün.
Die Fliegen surren
Keck und kühn,
Und auch die Tauben gurren.
Sogar die Schneeglöckchen läuten.
Das hat bestimmt etwas zu bedeuten.

- © Monika Minder -



Überall Grün

Überall Grün an den Zweigen
Knospen heissen diese Dinger.
Welche Freude
Zeigt uns die Natur immer.

Jetzt wachsen diese Grün's heran
Bis sie ganz dick sind und zerplatzen.
Dann wird es überall blühn
Und es freuen sich die Spatzen.

Das ist, weil die Sonne scheint
Und manchmal der Himmel weint.
Man nennt das jetzt Frühling
Oder auch Feeling.

- © Monika Minder -

Offizielle Homepage von Monika Minder




Klassisches Frühlingsgedicht

An den Frühling


Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!

Ei! ei! da bist ja wieder!
Und bist so lieb und schön!
Und freun wir uns so herzlich,
Entgegen dir zu gehn.

Denkst auch noch an mein Mädchen?
Ei, Lieber, denke doch!
Dort liebte mich das Mädchen,
Und 's Mädchen liebt mich noch!

Fürs Mädchen manches Blümchen
Erbat ich mir von dir -
Ich komm' und bitte wieder,
Und du? - du gibst es mir?

Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!

- Friedrich von Schiller 1759-1805, deutscher Dichter, Philosoph -




Klassische Frühlingsgedichte von Eichendorff

Frühlingsnacht


Über'n Garten durch die Lüfte
Hört' ich Wandervögel zieh'n,
Was bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängt's schon an zu blüh'n.

Jauchzen möcht' ich, möchte weinen,
Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen's
Und in Träumen rauscht's der Hain
Und die Nachtigallen schlagen's:
Sie ist Deine, sie ist Dein!

- Joseph von Eichendorff 1788-1857 -



In Budde's Stammbuch

Es ist ein innig Ringen, Blühn und Sprossen,
Und träumend Rauschen tief in allen Zweigen,
Vor grosser Wonne wieder selig' Schweigen,
Und klarer Liebesglanz drum ausgegossen.

Zwei Kindlein ruhn im Glanze, eng umschlossen,
Und goldne Vöglein in den grünen Zweigen,
Und Engel singend auf und nieder steigen -
So ist des Lenzes innerst Herz erschlossen.

Wer wollt' nicht schlummern in der Blume mitten inne? -
Ein Kuss weckt dich von unsichtbarem Munde,
Da ist zu duft'gem Land die Blum' zerronnen,
Und Lieder rufen aus dem blüh'nden Grunde,
Hat Fabel drum ihr magisch Netz gesponnen -
Das ist das alte ew'ge Reich der Minne.

- Joseph von Eichendorff 1788-1857 -



Begegnung

Ich wandert' in der Frühlingszeit,
Fern auf den Bergen gingen
Mit Geigenspiel und Singen
Viel' lust'ge Hochzeitsleut',
Das war ein Jauchzen und Klingen!
Es blühte rings in Tal und Höh'n,
Ich konnt' vor Lust nicht weitergeh'n.

Am Dorfe dann auf grüner Au
Begannen sie den Reigen
Und durch den Schall der Geigen
Lacht' laut die junge Frau,
Ihr Stimmlein klang so eigen,
Ich wusste nicht, wie mir gescheh'n -
Da wandt' sie sich in wildem Dreh'n.

Es war mein Lieb! 's ist lange her,
Sie blickt' so ohne Scheue,
Verloren ist die Treue,
Sie kannte mich nicht mehr -
Da jauchzt' und geigt's auf's neue,
Ich aber wandt' mich fort in's Feld,
Nun wandr' ich bis an's End' der Welt!

- Joseph von Eichendorff 1788-1857, deutscher Lyriker, Schriftsteller -




Zwei weitere schöne Frühlingsgedichte für Kinder

Schneeglöckchen


Schneeglöckchen läuten leis im Thal,
Glöckner ist der Sonnenstrahl,
Die Knospen hören's, die schwellen und treiben,
Veilchen die blauen Aeuglein reiben,
Maiblümchen erwacht, und Lenzesduft
Haucht durch die warme, weiche Luft.

Seit sonnig mir Dein Blick gelacht,
Wieder ist mein Herz erwacht,
Ein schwellendes Knospen, ein säuselndes Klingen,
Vor Frühlingssehnsucht will's zerspringen,
Die Liebe kehret, die längst schon schied,
Und all' mein Denken wird zum Lied.

- Albert Träger 1830-1912, deutscher Lyriker -



Die Vögel kommen

Die Vögel kommen
in ganzen Schwärmen,
um dich zu erfreuen.
Das junge Grün spriesst,
und der Wald wächst schön
und steht wie eine Braut da,
um dir Freude zu schenken.
Du bist geschaffen,
Du bist da.

Du bekommst heute
da zum Dasein Nötige.
Du wurdest erschaffen.
Du wurdest Mensch.
Du kannst sehen,
bedenke: Du kannst sehen,
du kannst hören, du kannst
riechen, schmecken, fühlen.

- Sören Kierkegaard 1815-1855, dänischer Philosoph, Schrifsteller -




Das bekannte Frühlingsgedicht von Mörike

Er ist's


Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süsse, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harventon.

Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

- Eduard Mörike 1804-1875, deutscher Lyriker -



Weitere klassische Frühlingsgedichte

Das Lied vom Kirschbaum, Frühlingsgedicht
von Johann Peter Hebel.

Das Veilchen und der Schmetterling, Frühlingsgedicht
von Nikolaus Lenau.

Der verliebte Maikäfer, Frühlingsgedicht
von Robert Reinick.

Fink und Frosch, Frühlingsgedicht
von Wilhelm Busch.

Mailied, Frühlingsgedicht
von Johann Wolfgang von Goethe.

Nun treiben wir den Winter aus, Frühlingsgedicht
von Guido Görres.







Frühlingsgedichte für Kinder

Im Frühling gibt es besonders viel zu entdecken für Kinder und die
Stimmung bietet sich geradezu an in Poesie zu schwelgen und ihr
zu verfallen.

Mörikes Blaues Band kennen sicher noch alle aus der Schulzeit und
es waren vor allem die Klassiker, die schöne Frühlingsgedichte und
Lieder für Kinder geschrieben haben.

Die Frühlingsgedichte eignen sich für gross und klein und können
im Kindergarten, in der Grundschule oder der Schule eingesetzt
werden.

Beliebt bei den kleineren Kindern sind Verse zum Mitmachen und
Mitspielen. Auf folgender Seite habe ich Ihnen ein paar alte und
neue Kinderverse aufgeschrieben.

> Kinder-Verse



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