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Weihnachten

Schönes Weihnachtsgedicht sowie weitere besinnliche Gedichte von dem deutschen Dichter Arno Holz.

Weihnachten

Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln
die Weihnacht ihre Sterne funkeln.
Die Engel im Himmel hört man sich küssen
und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen ...

So heimlich war es die letzten Wochen,
die Häuser nach Mehl und Honig rochen,
die Dächer lagen dick verschneit
und fern, noch fern schien die schöne Zeit.
Man dachte an sie kaum dann und wann.
Mutter teigte die Kuchen an
und Vater, dem mehr der Lehnstuhl taugte,
sass daneben und las und rauchte.
Da plötzlich, eh man sich's versah,
mit einemmal war sie wieder da.

Mitten im Zimmer steht nun der Baum!

Man reibt sich die Augen und glaubt es kaum ...
Die Ketten schaukeln, die Lichter wehn,
Herrgott, was gibt's da nicht alles zu sehn!
Die kleinen Kügelchen und hier
die niedlichen Krönchen aus Goldpapier!
Und an all den grünen, glitzernden Schnürchen
all die unzähligen, kleinen Figürchen:
Mohren, Schlittschuhläufer und Schwälbchen,
Elefanten und kleine Kälbchen,
Schornsteinfeger und trommelnde Hasen,
dicke Kerle mit roten Nasen,
reiche Hunde und arme Schlucker
und alles, alles aus purem Zucker!

Ein alter Herr mit weissen Bäffchen
hängt grade unter einem Äffchen.
Und hier gar schält sich aus seinem Ei
ein kleiner, geflügelter Nackedei.
Und oben, oben erst in der Krone!
Da hängt eine wirkliche, gelbe Kanone
und ein Husarenleutnant mit silbernen Tressen -
ich glaube wahrhaftig, man kann ihn essen!

In den offenen Mäulerchen ihre Finger,
stehn um den Tisch die kleinen Dinger,
und um die Wette mit den Kerzen
puppern vor Freuden ihre Herzen.
Ihre grossen, blauen Augen leuchten,
indes die unsern sich leise feuchten.
Wir sind ja leider schon längst "erwachsen",
uns dreht sich die Welt um andre Achsen,
und zwar zumeist um unser Büro.
Ach, nicht wie früher mehr macht uns froh
aus Zinkblech eine Eisenbahn,
ein kleines Schweinchen aus Marzipan.
Eine Blechtrompete gefiel uns einst sehr,
der Reichstag interessiert uns heut mehr;
auch sind wir verliebt in die Regeldetri
und spielen natürlich auch Lotterie.
Uns quälen tausend Siebensachen.
Mit einem Wort, um es kurz zu machen,
wir sind grosse, verständige, vernünftige Leute!

Nur eben heute nicht, heute, heute!

Über uns kommt es wie ein Traum,
ist nicht die Welt heut ein einziger Baum,
an dem Millionen Kerzen schaukeln?
Alte Erinnerungen gaukeln
aus fernen Zeiten an uns vorüber
und jede klagt: Hinüber, hinüber!
Und ein altes Lied fällt uns wieder ein:
O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!

(Arno Holz 1863-1929, deutscher Dichter)

Winter

Du lieber Frühling! Wohin bist du gegangen?
Noch schlägt mein Herz, was deine Vögel sangen.
Die ganze Welt war wie ein Blumenstrauß,
längst ist das aus!
Die ganze Welt ist jetzt, o weh,
Barfüßle im Schnee.
Die schwarzen Bäume stehn und frieren,
im Ofen die Bratäpfel musizieren,
das Dach hängt voll Eis.
Und doch: bald kehrst du wieder, ich weiß, ich weiß!
Bald kehrst du wieder,
o nur ein Weilchen,
und blaue Lieder
duften die Veilchen!

(Arno Holz 1863-1929, deutscher Dichter)

Schlag zu, mein Herz, die Flocken treiben

Schlag zu, mein Herz, die Flocken treiben
Nicht wie im Winter mehr ums Dach!
Der Frühling pocht an meine Scheiben
Und tausend Wunder werden wach!
Das Licht führt seine goldnen Funken
Tagtäglich wieder nun ins Feld,
Und mir im Herzen jubelt's trunken:
O Gott, wie schön ist Deine Welt!
Wie lieblich nur durchs offne Fenster
Der Maiwind mir die Schläfen kühlt!
Lebt wohl, ihr grübelnden Gespenster,
Die winterlang mein Hirn durchwühlt!
Als wär ich gestern erst genesen
Das Herz ist mir so süss erhellt –
So wohl ist mir noch nie gewesen:
O Gott, wie schön ist Deine Welt![507]
Hervor, hervor aus deiner Hülle,
Du liebes Bildchen meiner Fee!
O, dieser Locken goldne Fülle!
O, dieses Busens weisser Schnee!
Und wölbt sich über deiner Krone
Auch purpurroth ein Throngezelt,
Dein Herz schlägt doch dem Liedersohne –
O Gott, wie schön ist Deine Welt!
Doch still, mein Herz, was soll dein Pochen?
O Tod, du kommst zur rechten Zeit!
Das Schwert der Trübsal liegt zerbrochen ...
Sei mir gegrüsst, o Ewigkeit!
Beim Frühling hab ich tausendkehlig
Ein Lerchengrablied mir bestellt:
So sterb ich jubelnd, sterb ich selig –
O Gott, wie schön war Deine Welt!

(Arno Holz 1863-1929, deutscher Dichter)





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