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Winterlied


Schönes Wintergedicht für Kinder und weitere Gedichte von Johann Gaudenz
von Salis-Seewis, sowie Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.


Winterlied

Das Feld ist weiss, so blank und rein,
Vergoldet von der Sonne Schein,
Die blaue Luft ist stille;
Hell, wie Kristall
Blinkt überall
Der Fluren Silberhülle.

Der Lichtstrahl spaltet sich im Eis,
Er fimmert blau und rot und weiss,
Und wechselt seine Farbe.
Aus Schnee heraus
Ragt, nackt und kraus,
Des Dorngebüsches Garbe.

Von Reifenduft befiedert sind
Die Zweige rings, die sanfte Wind´
Im Sonnenstrahl bewegen.
Dort stäubt vom Baum
Der Flocken Pflaum
Wie leichter Blütenregen.

Tief sinkt der braune Tannenast
Und drohet, mit des Schnees Last
Den Wandrer zu beschütten;
Vom Frost der Nacht
Gehärtet, kracht
Der Weg, von seinen Tritten.

Das Bächlein schleicht, von Eis geengt;
Voll lautrer blauer Zacken hängt
Das Dach; es stockt die Quelle;
Im Sturze harrt,
Zu Glas erstarrt,
Des Wasserfalles Welle.

Die blaue Meise piepet laut;
Der muntre Sperling pickt vertraut
Die Körner vor der Scheune.
Der Zeisig hüpft
Vergnügt und schlüpft
Durch blätterlose Haine.

Wohlan! auf festgediegner Bahn,
Klimm ich den Hügel schnell hinan,
Und blicke froh ins Weite;
Und preise den,
Der rings so schön
Die Silberflocken streute.

- Johann Gaudenz von Salis-Seewis 1762-1834, schweizer Dichter -




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Märzlied


Nun, da Schnee und Eis zerflossen
Und des Angers Rasen schwillt,
Hier an roten Lindenschossen
Knospen bersten, Blätter sprossen,
Weht der Auferstehung Odem
Durch das keimende Gefild.

Veilchen an den Wiesenbächen
Lösen ihrer Schale Band;
Primelngold bedeckt die Flächen;
Zarte Saatenspitzen stechen
Aus den Furchen; gelber Krokus
Schießt aus warmem Gartensand.

Alles fühlt erneutes Leben:
Die Phalänen, die am Stamm
Der gekerbten Eiche kleben,
Mücken, die im Reigen schweben,
Lerchen, hoch im Ätherglanze,
Tief im Thal das junge Lamm!

Seht! erweckte Bienen schwärmen
Um den frühen Mandelbaum;
Froh des Sonnenscheins, erwärmen
Sich die Greise; Kinder lärmen
Spielend mit den Ostereiern
Durch den weißbeblümten Raum.

Sprießt, ihr Keimchen, aus den Zweigen,
Sprießt aus Moos, das Gräber deckt!
Hoher Hoffnung Bild und Zeugen,
Daß auch wir der Erd' entsteigen,
Wenn des ew'gen Frühlings Odem
Uns zur Auferstehung weckt!

- Johann Gaudenz von Salis-Seewis 1762-1834, schweizer Dichter -




Frühlingslied

Unsre Wiesen grünen wieder,
Blumen duften überall;
Fröhlich tönen Finkenlieder,
Zärtlich schlägt die Nachtigall.
Alle Wipfel dämmern grüner,
Liebe girrt und lockt darin;
Jeder Schäfer wird nun kühner,
Sanfter jede Schäferin.

Blüten, die die Knosp' entwickeln,
Hüllt der Lenz in zartes Laub;
Färbt den Sammet der Aurikeln,
Pudert sie mit Silberstaub.
Sieh! das holde Maienreischen
Dringt aus breitem Blatt hervor,
Beut sich zum bescheidnen Sträußchen
An der Unschuld Busenflor.

Auf den zarten Stengeln wanken
Tulpenkelche, rot und gelb,
Und das Geißblatt flicht aus Ranken
Liebenden ein Laubgewölb'.
Alle Lüfte säuseln lauer
Mit der Liebe Hauch uns an;
Frühlingslust und Wonneschauer
Fühlet, was noch fühlen kann.

- Johann Gaudenz von Salis-Seewis 1762-1834, schweizer Dichter -




Mailied

Der Apfelbaum prangt grün und weiß
Auf zartbegras'ter Weide;
Der Wonneruf des schönen Mais
Weckt uns zu sanfter Freude.
Doch, wird des Frühlings Wiederkehr
Uns alle hier vereinen?
Ach! wessen Stätte trau'rt dann leer?
Und wen muß man beweinen?

Uns atmen Blumen Wohlgeruch,
Die Kelch und Tafel schmücken;
Noch süßer, die am Busentuch
Des holden Mädchens nicken.
Ach! Blumen, die, auf welchem Land?
Aus weichem Kraute sprießen,
Wird einst getreuer Freundschaft Hand
Auf unsre Hügel gießen!

Die Rose bleicht, die Mädchen krönt,
Es bleicht der Mädchen Locke;
In froher Hirten Flöte tönt
Des Dorfes Totenglocke;
Die Jugend tanzt, im Abendlicht,
Froh um des Platzes Maie;
Doch ihren Reigen unterbricht
Der Grabgeleiter Reihe.

Der stille Vollmond schien so klar
Durch blühende Syringen,
Wo jüngst Verlobte, Paar und Paar,
In lauer Dämm'rung gingen;
Seitdem erscholl vom Turm herab
Das traurige Geläute;
Der Mond bescheint das frische Grab
Der früh gestorb'nen Bräute.

Gefährten, ach! die Stunde naht,
Wo wir auch müssen scheiden!
Bestreut indes den kurzen Pfad
Mit Blüten reiner Freuden.
Seid gut! Der Unschuld strahlt das Ziel,
Von Abendrot umgeben,
Und jedes edlere Gefühl
Folgt uns zum bessern Leben.

- Johann Gaudenz von Salis-Seewis 1762-1834, schweizer Dichter -



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