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Kinder und Lernen


Lernen - Kinder - lernen lernen - wie lernt man richtig?

Tipps und Informationen zum Thema lernen und lernen lernen


Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss. (Wilhelm Busch)
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Lernen

Lernen beginnt schon bei der Geburt. Darin sind sich Wissenschaftler
einig. Ein Baby lernt die Stimme der vertrauten und nicht vertrauten
Menschen zu unterscheiden. Es lernt kommunizieren, sprechen,
laufen und Gegenstände gebrauchen.

Kleinkinder lernen mit anderen Kindern sprechen, sie lernen telefonieren,
zählen, sich ankleiden und Schuhe binden. All diese Lernprozesse sind
von aussen besonders deutlich zu sehen und zu beobachten.

Kinder sind Lerner und Lernerinnen par excellance. Sie erwerben im
Handumdrehen Kenntnisse und Fähigkeiten, sie entwickeln Theorien
über die Welt und prüfen sie an ihren Erfahrungen.


Lernen verändert sich

Dieses vorschulzeitliche Lernen, dieses beiläufige und situative Lernen
verändert sich mit dem Schuleintritt. In der Schule wird es ergänzt mit
einem systematischen Lernen, welches an vorgegebene Lerninhalte
gebunden ist.

Hier ist die Schule gefordert diese Lernlust und Neugierde, diese in
der Regel hohe Lernmotivation der Schulanfänger aufrechtzuerhalten
und auf die schulischen Lerninhalte zu übertragen.



Kinder und Lernen - Hirnforschung

Aus der Hirnforschung von Prof. Dr. Gerald Hüther:

"Bisher war es üblich, Kindern möglichst früh Sachwissen beizubringen.
Doch die moderne Hirnforschung weiß es nun besser: Bildungsprozesse
lassen sich nicht von außen in ein kindliches Hirn hineingestalten,
zentrale persönliche Fähigkeiten wie Motivation, Selbstkontrolle und
Empathie lassen sich nicht unterrichten. Stattdessen müssen Eltern
und Erzieher Kindern Erfahrungsräume bieten, in denen sie sich selbst
bilden und an sich selbst erfahren können.

Für ein funktionierendes Selbstwirksamkeitskonzept ist dies enorm wichtig.
Leider neigen wir dazu, Kindern alles fix und fertig vorzusetzen.

Ein Beispiel: Ein Kind findet einen Käfer und zeigt ihn voller Stolz dem
Vater. Brüstet sich dieser mit seinem gesamten Käferwissen, so erstickt
er damit die Neugierde und die Begeisterung seines Nachwuchses.
Hält der Vater jedoch sein Wissen zurück und schickt den ambitionierten
Forscher zur Recherche ans Bücherregal, so ist das regelrechtes
Kraftfutter für kleine Entdecker. Eltern haben die Aufgabe, Kinder
zu ermutigen, zu inspirieren und sie dafür zu begeistern, Gestalter
ihrer kleinen eigenen Lebenswelt zu werden – jeden Tag aufs Neue."

(Quelle: Kinder-Lobby.de - Hirnforschung "wie lernen Kinder",
Arikel von Prof. Dr. Gerald Hüther)





Lernen ist aktiv und individuell

Lernen ist ein Austausch zwischen dem Kind und seiner Umwelt.
Dieser Austausch ergibt schlussendlich die Summe der Erfahrungen.

Lernen ist ein aktiver Prozess. In tätiger Auseinandersetzung mit
der Umwelt, bzw. dem Lerngegenstand erwirbt das Kind Wissen
und Fähigkeiten.

Lernen ist ein durchaus individueller Prozess. Jedes Kind verarbeitet
die Erfahrungen mit der Umwelt auf seine ganz eigene Art und Weise.



Lernen - Neigungen entdecken

Jeder Mensch, jedes Kind ist individuell, hat seine Neigungen, seinen
eigenen Rythmus und Biorythmus. Diese Unterschiede sind bereits bei
Kleinkindern zu beobachten. Das eine braucht etwas länger bis es laufen
oder sprechen kann oder bis sich andere Fähigkeiten entwickelt haben.

Es gibt Kinder, die springen morgens sofort aus den Federn, wenn die
Mutter ruft, während andere erst abends richtig in Schwung kommen.

So gibt es auch Zeiten, in denen Kinder besonders aufnahme- und
leistungsfähig sind, und die man nutzen kann, um effektiv zu lernen.



Lernen und Fernseher

Fernsehsendungen können für Kinder auch eine Lernumgebung
darstellen. Vorausgesetzt die Sendungen schaffen es, Interesse
zu wecken und dieses auch aufrecht zu erhalen, die Kinder im
Lernprozess zu unterstützen und Anknüpfungspunkte zu bieten.




Was heisst lernen auch noch?

Lernen heisst sich auf Neues, sich auf das Leben einzulassen.

Lernen heisst auch Mut haben, Fehler zu machen, statt diese
zu vermeiden.

Lernen heisst Fragen zu stellen und sich auf Kommunikation
einlassen, statt nur Antworten auswendig zu lernen.

Lernen heisst vor allem auch, kommunizieren lernen, kooperativ
und offen sein für das "Andere".

Lernen heisst, seine Stärken und Schwächen zu kennen und
seine Neigungen ernst zu nehmen.

Lernen heisst auch entspannen und auftanken.

Lernen heisst also nicht nur zu verarbeiten und zu speichern oder
sich irgendwelche Strategien und Techniken anzueignen, sondern
auch mit seinen Ressourcen zu arbeiten.


Lernen ist etwas, das uns Menschen ein Leben lang begleitet. Lernen
heisst wachsen und sich entwickeln. Lernen ist Herausforderung und
Aufgabe, Lernen ist Antwort geben auf das Leben. Auf das Leben,
das wir zu ver-antworten haben. Lernen ist ein ständiger Prozess.

Seneca sagte:

"Leben muss man ein Leben lang lernen, und, darüber wirst du dich
vielleicht am meisten wundern: ein Leben lang muss man sterben
lernen."

(Seneca 4 v.Chr. - 65. n.Chr.)



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