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Ballade

Schönes Kindergedicht und und weitere Gedichte von Ernst Moritz Arndt, zudem erhalten Sie hier Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.

Ballade

Und die Sonne machte den weiten Ritt um die Welt,
und die Sternlein sprachen: wir reisen mit um die Welt;
und die Sonne, sie schalt sie: ihr bleibt zu Haus,
denn ich brenn euch die goldenen Äuglein aus
bei dem feurigen Ritt um die Welt.

Und die Sternlein gingen zum lieben Mond in der Nacht,
und sie sprachen: du, der auf Wolken thront in der Nacht,
lass uns wandeln mit dir, denn dein milder Schein,
er verbrennt uns nimmer die Äuglein.
Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.

Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond, in der Nacht!
Ihr verstehet, was still in dem Herzen wohnt in der Nacht.
Kommt und zündet die himmlischen Lichter an,
dass ich lustig mitschwärmen und spielen kann
in den freundlichen Spielen der Nacht.

- Ernst Moritz Arndt, 1769-1860, deutscher Schriftsteller -

Spruch aus dem Gedicht von Arndt

Nun Willkommen, Sternlein und lieber Mond,
in der Nacht!
Ihr verstehet, was still in dem Herzen wohnt
in der Nacht.
Kommt und zündet die himmlischen Lichter an,
dass ich lustig mitschwärmen und spielen kann
in den freundlichen Spielen der Nacht.

- Ernst Moritz Arndt -

Mehr Balladen und Gedichte von Arndt

An Lili

Es wächst ein Blümlein Bescheidenheit,
Der Mägdlein Kränzel und Ehrenkleid,
Wer solches Blümlein sich frisch erhält,
Dem blühet golden die ganze Welt.

Auch wird ein zweites, das Demut heisst,
Als Schmuck der Mägdelein hoch gepreist,
Die Englein, singend an Gottes Thron,
Es trag'n als Demant in goldner Kron.

Ein drittes Blümlein, wo diese zwei
Nur stehen, immer ist dicht dabei,
Heisst Unschuld, siehet gar freundlich aus,
Das schönste Blümchen im Frühlingsstrauss.

So pflege, Mägdelein, der Blümlein drei
Mit frommer Sorge und stiller Treu;
Denn wer sie wahret, wird nimmer alt,
Er trägt die himmlische Wohlgestalt.

- Ernst Moritz Arndt, 1769-1860, deutscher Schriftsteller -

Die Biene und der Lenz

Ziehst du dein goldnes Röckchen an?
Die goldnen Stiefeln auch?
O Bienchen, Vöglein wohlgemut
Mit leichtem Sinn und leichtem Blut,
Was locket dich das Sonnenlicht?
Was lockt dich Blütenhauch?

Was summst du lustig hin und her,
Hast nie des Spiels genug?
Der Lenz ist kurz, du süßes Kind,
Dich faßt der Strom, dich nimmt der Wind,
Dich bringet um den Blütenraub
Der Menschen List und Trug.

Wohl zieh ich an den goldnen Rock
Und kleid' in Gold den Fuss,
Leicht ist mein Blut und leicht mein Sinn,
In Freuden ich geboren bin;
Drum locket mich das Sonnenlicht
Und Blumenliebesgruss.

Der Lenz ist kurz, das Leben schnell,
Drum flieg' ich schnell dahin;
Mein Frühlingsschein, mein Blumenreich,
In jedem Kelch mein Bettchen weich,
Auf jeder Flur mein Leben bunt –
Drob trag' ich frohen Sinn.

O Bienchen, Vöglein wohlgemut,
O süsses Frühlingskind!
Horch', horch', wie klagt die Nachtigall
Im Erlenbusch mit Trauerschall!
Auch sie im Lenz geboren ist,
Doch nur auf Trauern sinnt.

Wohl höre ich die Nachtigall,
Ihr Klagen fromm und still;
Sie ist die schmerzenreiche Frau,
Ihr Trauerkleid ist dunkelgrau;
Doch sprich, warum ich trauern soll,
Weil sie nicht froh sein will?

Schau' her, wie bebet Strauch und Laub
Im jungen Sonnenschein!
Wie küssen sich die Blumen lieb!
Und rufen: Kleiner Honigdieb,
Komm, sammle Blumenliebeskost!
Denn dieser Lenz ist dein.

O Vöglein, Vöglein wohlgemut,
Mit goldnem Flügelpaar!
O leichtes Leben frommer Brust!
Zieh mich zum Lenz, zu seiner Lust,
Und mache mir mit Liebesglanz
Die trüben Augen klar.

- Ernst Moritz Arndt, 1769-1860, deutscher Schriftsteller -



Ständchen

Es leuchtet ein Licht durch die weite Welt,
Das schönste und hellste von allen,
Es ist nicht als Sonne zum Tag bestellt,
Nicht als Mond die Nacht zu durchstralen,
Blaß werden die Sternlein, die Kleinen,
Vor seinem allmächtigen Scheinen.

Es dringet wie Blitze durch Eisen und Stal,
Kein Panzer mag fest vor ihm stehen,
Doch dränget sich jeder zum fährlichen Stral,
Und sollt' er zur Stunde vergehen.
O scheine, du süßes Verderben!
Wie lieblich, in Flammen zu sterben!

Geh auf denn, mein Licht! Geh wieder zur Ruh!
Ich darf dich, du schönstes, nicht nennen;
Doch strömet mein Herze wie Wasser dir zu,
Heiß fühl' ich es lodern und brennen!
Auf! lasset es schmettern und klingen!
Es will mich die Wehmuth bezwingen.

- Ernst Moritz Arndt, 1769-1860, deutscher Schriftsteller -



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Die Begriffserklärung in der Literatur und Kunstmusik.

Ernst Moritz Arndt Wikipedia
Wissen und Informatives über den Schriftsteller

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Der vorliegende Band beinhaltet eine repräsentative Auswahl
an Balladen vom ausgehenden 18. bis zum späten 20. Jahrhundert
mit Werken von Claudius, Goethe, Schiller, von Droste-Hülshoff, Heine,
Fontane, C. F. Meyer, Caroll, Liliencron, Wedekind, Morgenstern,
Brecht, Kästner, Kaschnitz, Hacks, Müller und Biermann.



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